Riesig gesund: Der Kürbis-Contest

 width=Wenn sie kurz vor Ende Oktober aus dem Herbstlaub leuchten, steht Halloween im Haus – Kürbisse gibt es jetzt an jeder Ecke, ob als Gruseldeko oder leckeres Süppchen. Und klar, zum Gesichter-Schnitzen heißt es „Je größer, desto besser“ – für andere Vorzüge der Herbstfrucht gilt das allerdings nicht zwangsläufig. Denn schmackhafter und reicher an Vitalstoffen sind oft grade die eher kleinen Sorten, die sich deshalb besser für die Küche eignen. Wir haben hier mal ein paar gute Gründe zusammengefasst, den Kürbis nicht nur als Deko, sondern auch als gesunde Ergänzung der Küche in Herbst und Winter kennen zu lernen:

100 Gramm Kürbis enthalten

(je nach Sorte kann das etwas schwanken) gerade einmal ca. 26 Kalorien und nur 0,6 Gramm Fett. So kann man sich ohne schlechtes Gewissen sattessen.

Weil Kürbisse keine Säure und kaum Zucker enthalten,

sind sie besonders bekömmlich – gut für empfindliche Mägen.

Dafür steckt das Herbst-Gemüse voller gesunder Nährstoffe:

Etwa 30 Milligramm Vitamin C und 1,7 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm bringt ein Kürbis auf die Nährstoff-Waage.

Das Fleisch des Muskat-Kürbis enthält kein Fett,

und weil es den Blutzuckerspiegel ausgleicht, ist es ideal für Diabetiker. Außerdem wirkt es entwässernd.

Nicht nur das Kürbis-Fleisch ist gesund

sondern auch die Kerne. Ihr Verzehr hilft bei Blasen- und Prostataproblemen und kann Nierensteinen entgegenwirken.

Alle, die auf Gluten verzichten wollen oder müssen, können sich freuen:

Das Fleisch des Spaghettikürbis hat eine faserige Konsistenz und bildet lange Fäden, die nach dem Garen in einzelne Stränge zerfallen und so ein perfekter Nudelersatz sind.

Wenig Kalorien und recht viele Vitamine haben also viele Sorten und können allein deshalb schon als gesund gelten:

Doch was steckt in welchem Kürbis und welche Sorte ist für wen oder was besonders gut geeignet? Hier eine kleine Übersicht:

Hokkaido-Kürbis

Der kleine, orangefarbene Hokkaido gehört zu den Klassikern in der Kürbis-Küche. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sorten enthält der Hokkaido-Kürbis relativ wenig Wasser – dafür umso mehr gesunde Nährstoffe! In 100 Gramm Fruchtfleisch stecken ganze 30 Milligramm Vitamin C. Hinzu kommen 1,7 Gramm Eiweiß, 0,5 Gramm Fett und 5,5 Gramm Kohlenhydrate.

Seine leuchtende Farbe verdankt der Kürbis dem gesunden Beta-Carotin. Dieses steckt vor allem in der essbaren Schale. Beta-Carotin enthält entzündungshemmende Antioxidantien und sorgt für den natürlichen Zellschutz. Zudem kann unser Körper Beta-Carotin in das wichtige Vitamin A umwandeln, das gut für Augen, Haut und Haare ist.
Mit 2,2 Gramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch gehört der Hokkaido zu den ballaststoffreichen Sorten. Dabei enthält er nur wenig Zucker und keine Säure, was ihn besonders gut bekömmlich macht. Auf 100 Gramm hat er 28 Kalorien.

Butternut-Kürbis

Seinen Namen hat der Butternut-Kürbis seiner weichen Konsistenz und seinem zart-buttrigen Geschmack zu verdanken. Der hellgelbe Kürbis mit der glatten Oberfläche ist eine Unterart des Moschus-Kürbis. In ihm stecken etwas mehr Kohlenhydrate (8,3 Gramm pro 100 Gramm) als im Hokkaido, dafür enthält er nur 38 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch.
Butternut-Kürbis enthält viele gesunde Mineralstoffe, darunter Kalium und Magnesium. Diese stärken das Immunsystem, sorgen aber auch für gesunde Knochen und Zähne. Zusätzlich enthält der birnenförmige Kürbis Kieselsäure, die besonders wichtig für Haut, Haare und Nägel ist.

Muskat-Kürbis

Ein Muskat-Kürbis kann bis zu 40 Kilogramm schwer werden. Daher wird er meist in Stücken verkauft. Seine Schale ist dunkelgrün, das Fruchtfleisch orange. Wie der Butternut ist er eng mit dem Moschus-Kürbis verwandt. Die Bezeichnung „Muskat-Kürbis“ verdankt er seinem besonders aromatischen Fruchtfleisch. Dieses enthält kein Fett, aber auch nur wenig gesunde Nährstoffe. Dafür schlägt der grüne Riese mit nur 24 Kalorien pro 100 Gramm zu Buche.
Weil der Kürbis den Blutzuckerspiegel ausgleicht und außerdem entwässernd wirkt, ist er das ideale Gemüse für Diabetiker. Einer Studie der East China University zufolge kann der Verzehr von Kürbis sogar Vorstufen des Diabetes Typ II entgegenwirken.

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Schon wieder Viren: Influenza vermeiden und behandeln

 width=Wer einmal eine echte Grippe (medizinisch: Influenza) hatte, der wird sich bei der nächsten Erkältung hüten, von Grippe zu sprechen. Denn eine wirkliche Influenza, das ist schon eine andere Hausnummer als ein grippaler Infekt, der eben auch schon mal als Grippe bezeichnet wird.

Auch wenn die anfänglichen Symptome zunächst ähnlich scheinen, gibt es Unterschiede:

Eine normale Erkältung beginnt meist langsam, oft mit der „Tropfnase“ mit einem wässrigen Sekret, das nach wenigen Tagen dickflüssig werden und eine gelbliche bis grünliche Färbung annehmen kann. Durch den Befall der Schleimhäute der Nase und der Nasennebenhöhlen kann es zu einer behinderten Nasenatmung und zu Stirnkopfschmerzen und Ohrenschmerzen kommen. Man fühlt sich meist müde und abgeschlagen, leichtes Fieber und Gliederschmerzen können sich entwickeln. Der Volksmund weiß: Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage – mit oder ohne Behandlung. Im Normalfall klingen die Symptome nach ein paar Tagen wieder ab und der Spuk ist vorbei.

Bei der echten Influenza dagegen kommt es meist ganz plötzlich zu Abgeschlagenheit, teilweise hohem Fieber und symptomatischerweise zu einem trockenem Husten. Außerdem ist die wirkliche  Grippe schon bei Krankheitsbeginn charakterisiert durch ein erheblich schwereres Krankheitsbild, typischerweise mit hohen Fieber mit Werten über 40° C, einem quälenden trockenen Husten, Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen und einem ausgeprägten Gefühl von Krankheit – tatsächlich kommt man kaum aus dem Bett und schon der Gang ins Badezimmer wird zur Qual.

Die Influenza wird von sehr angriffslustigen Viren ausgelöst,

die über eine Tröpfchen- oder Schmier-Infektion an das nächste Opfer weitergegeben werden – man braucht also direkten Kontakt zum Wirt oder zu etwas, das er angefasst hat. Neben einer möglichen Impfung , gibt es ein paar einfache Tipps, die vor einer Ansteckung schützen können – und zwar sowohl vor Erkältung wie auch vor einer wirklichen Grippe:

Waschen Sie Sich die Hände
Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch
Husten oder niesen Sie in die Armbeuge
Meiden Sie große Menschenansammlungen
Lüften Sie mehrmals täglich Wohnung und Büro

Tragen Sie einen Mund-Nasenschutz

Das erinnert an die AHA-Regeln während der Corona-Pandemie?

Nicht zufällig – denn beides sind Virus-Infektionen, die ähnliche Verbreitungswege haben. Und bei beiden Krankheiten sind deshalb auch die Schutzmaßnahmen ähnlich, im Grunde geht es darum, mögliche Kontakte zu Virusträgern zu vermeiden. Hat uns die Grippe dennoch erwischt, kann man den Verlauf nicht mehr wesentlich beeinflussen – in der Therapie geht es eher darum, Komplikationen (etwa eine Lungenentzündung) zu vermeiden und die Symptome zu lindern. Hilfe finden Sie natürlich in Ihrer Apotheke, aber auch einige von Omas Hausmitteln sind durchaus wirksam:

Haben wir uns eine Grippe eingefangen, ist es vor allem wichtig, sich körperlich zu schonen, denn der Körper braucht seine Reserven, um die Infektion zu bekämpfen. Nehmen Sie außerdem genügend Flüssigkeit zu sich – das gilt vor allem dann, wenn Sie hohes Fieber haben und stark schwitzen. Gut geeignet sind heiße Tees in den Sorten Pfefferminze, Kamille oder Lindenblüte. Auf schwarzen Tee sollte man dagegen besser verzichten, ebenso wie auf Kaffee und Alkohol.

Außerdem sind auch die folgenden Hausmittel empfehlenswert:

Eine frisch zubereitete Hühnersuppe lindert Beschwerden wie Husten und Schnupfen.
Inhalieren wirkt sich ebenfalls positiv auf Husten- und Schnupfenbeschwerden aus.
Wadenwickel können helfen, hohes Fieber zu senken. Wenden Sie die Wickel aber nur an, wenn dem Betroffenen warm ist.
Mit Gurgeln lassen sich Halsschmerzen effektiv bekämpfen. Neben Salzwasser ist auch Salbeitee gut zum Gurgeln geeignet.

Hilfe gibt es auch aus der Apotheke:

Eine Grippe muss zwar normalerweise nicht mit Medikamenten behandelt werden. In Einzelfällen können jedoch spezielle antivirale Medikamente wie Neuraminidase-Hemmer eingesetzt werden. Sie beeinflussen den Krankheitsverlauf vor allem dann positiv, wenn sie unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Grippe-Symptome (innerhalb der ersten 48 Stunden) eingenommen werden.

Neuraminidase-Hemmer blockieren die Verbreitung der Viren und können so die Dauer der Erkrankung verkürzen und deren Schwere abmildern. Ein Antibiotikum zeigt bei einer Grippe dagegen keine Wirkung, weil es nur gegen Bakterien wirkt. Ein Arzt kann jedoch Antibiotika verschreiben, wenn es zusätzlich zu der Grippe zu einer bakteriellen Infektion gekommen ist.

Wenn Sie unter starken Kopf- oder Gliederschmerzen leiden, können Schmerzmittel helfen, die Symptome zu lindern. Geeignet sind unter anderem Tabletten mit Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen. Kinder unter 14 Jahren sollten allerdings auf keinen Fall Medikamente mit Acetylsalicylsäure bekommen, da bei ihnen ansonsten das lebensbedrohliche Reye-Syndrom auftreten kann.

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Fit in den Herbst: Tipps für einen gesunden Start in die kalte Jahreszeit

 width=Es ist soweit: Im Garten werden jetzt die letzten Äpfel gepflückt und die Blumentöpfe geleert, das Auto bekommt Winterreifen und Frostschutz – mit dem Oktober steht der Kalender eindeutig auf Herbst. Und auch unseren Körper sollten wir jetzt vorbereiten und fit machen für die kommende Zeit, denn mit Nässe und Kälte ist auch er besonderen Belastungen ausgesetzt.

Zuerst einmal wäre da das Thema Essen

wie also eine Ernährung aussehen sollte, die unser Immunsystem stärkt und die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützt. Denn nur, wenn unser Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, kann er sich voll und ganz auf den Kampf gegen umherschwirrende Krankheitserreger konzentrieren. Eine gesunde Ernährung stellt daher die Basis für ein starkes Immunsystem dar.
Besonders Obst und Gemüse sind wichtig: Als Faustregel gilt, dass wir davon täglich fünf Portionen (drei Portionen Gemüse, zwei Portionen Obst) zu uns nehmen sollten, das wären dann circa 400 Gramm Gemüse und 250 Gramm Obst. Klingt ganz schön viel, aber über den Tag verteilt und als Bestandteil unserer Mahlzeiten ist das gut zu schaffen – und obendrein auch noch richtig lecker, denn der Herbst bringt neben Kälte auch prall gefüllte Regale und Markstände. Neben Obst und Gemüse sollten wir auf einen abwechslungsreichen Mix aus frischen Lebensmitteln setzen, denn aus vielen verschiedenen Nahrungsbestandteilen kann der Körper viele benötigte Stoffe gewinnen.

Genauso wichtig ist regelmäßige Bewegung, am besten an der frischen Luft

auch, wenn das Wetter nicht immer unbedingt dazu einlädt. Bewegung bringt unseren Körper in Schwung und kurbelt das Immunsystem an. Denn beim Sporttreiben werden nicht nur unsere Muskeln, sondern auch die Abwehrzellen unseres Körpers gestärkt. Dadurch können Krankheitserreger bei einem drohenden Infekt schneller und effektiver bekämpft werden.
Wichtig dafür ist, dass wir uns regelmäßig bewegen, pro Woche sollte das schon etwa dreimal eine halbe Stunde sein. Dabei ist Sport vielleicht nicht der richtige Ausdruck, es geht weniger um das Aufstellen von Trainingsrekorden als darum, nicht auf dem Sofa zu überwintern und dem Körper Licht, Luft und Moderate Belastung zu gönnen. Übertreiben sollte man es dabei tatsächlich nicht: Denn wenn wir uns beim Sporttreiben zu sehr belasten, können das durchaus kontraproduktiv sein und sogar negative Auswirkungen auf unsere Abwehrkräfte mit sich bringen.

Nicht jedermanns Sache, aber zweifellos zu empfehlen:

Regelmäßige Besuche in der Sauna. Gerade im Herbst und Winter tut die warme Luft in der Sauna nicht nur unserer Seele gut, sondern regelmäßige Saunabesuche tragen auch dazu bei, unser Immunsystem zu stärken. Durch den ständigen Wechsel von heiß und kalt werden nämlich unsere Gefäße trainiert und können sich dadurch besser an wechselnde Temperaturen anpassen. So kann der Wärmeverlust in einer kalten Umgebung verringert werden und die Schleimhäute kühlen weniger aus. Krankheitserreger haben es dadurch schwerer, sich im Körper einzunisten. Übrigens sollten wir nicht nur in der kalten Jahreszeit, sondern auch im Sommer ab und zu in die Sauna gehen.

Für ein schlagkräftiges Abwehrsystem des Körpers ist neben Sport und Ernährung vor allem eines wichtig:

Entspannung. Denn Stress ist einer der Hauptfaktoren, die zu einer Schwächung des Immunsystems führen können. Fühlt man sich durch berufliche oder private Probleme ständig überlastet, schüttet der Körper nämlich vermehrt das Stresshormon Cortisol aus, das die Aktivität des Immunsystems hemmt. Ist wiederum das Immunsystem geschwächt, können Krankheitserreger im Körper leichter eine Infektion auslösen. Gerade in stressigen Phasen sollten wir deshalb gezielt Ruhepausen in unseren  Alltag einbauen, damit der Körper sich nach Zeiten der Anspannung wieder erholen kann. Beispielsweise kann man sich jeden Abend eine Stunde lang Zeit für Dinge nehmen, die uns Freude bereiten – und diese Stunde sollte man fest in den Tagesablauf einplanen, auch wenn dafür eigentlich die Zeit zu fehlen scheint. Wenn Körper und Geist ab und zu durchatmen können, fällt uns der Alltag leichter, und viele Dinge gehen uns einfacher von der Hand – was wiederum den Stress reduzieren hilft. Auch während der Arbeit sollten wir immer wieder kleine Ruhepausen einlegen: Eine Tasse Tee, während man einfach aus dem Fenster blickt, kann schon kleine Wunder bewirken und lässt sich auch in einen vollen Terminkalender einbauen. Ein paar Entspannungsübungen oder eine Runde um den Block in der Mittagszeit helfen ebenfalls gut, wenn man den Kopf ein bisschen frei bekommen möchte.

Ein verwandtes und ebenso wichtiges Thema ist der Schlaf:

Viele Menschen schlafen zu wenig. Vor allem unter der Woche kommt der Schlaf oft zu kurz – am Abend fallen uns immer Dinge ein, die wir lieber täten als ins Bett zu gehen, vor allem, wenn der Tag mit Arbeit voll war. Spätestens der Wecker am Morgen aber präsentiert uns die Quittung, und wir starten oft müde und unausgeschlafen in den Tag, der uns dann umso mehr belastet. Ausreichend Schlaf ist enorm wichtig für unsere Gesundheit, denn wer zu wenig schläft, ist auch anfälliger für Infekte. Während der Nacht arbeitet unser Immunsystem nämlich auf Hochtouren, beispielsweise nutzt es die nächtliche Ruhepause, um vermehrt weiße Blutkörperchen zu produzieren. Wie viel Schlaf der Mensch braucht, ist dabei von Person zu Person unterschiedlich. Im Durchschnitt schlafen die Deutschen zwischen sechs und acht Stunden pro Nacht. Ein deutliches Indiz für eine ausreichend lange Schlafphase ist, dass wir uns am nächsten Morgen frisch und ausgeruht fühlen und bestenfalls noch vor dem Rasseln des Weckers wach werden.

Neben Ernährung, Bewegung und Entspannung gibt es ein paar Dinge, die wir ganz gezielt einsetzen können, um unseren Körper und seine Abwehr zu stärken

Dazu gehört zum Beispiel Ingwer, der als echtes Allround-Talent gilt: Die Wurzel soll nicht nur bei Verdauungsbeschwerden hilfreich sein, sondern auch unser Immunsystem stimulieren können. Die enthaltenen Gingerole wirken entzündungshemmend. Zudem weist Ingwer einen hohen Anteil an Vitamin C auf. Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung hat sich besonders ein Ingwertee als hilfreich erwiesen: Geben Sie dafür einige Scheiben Ingwer in einen Topf und fügen Sie einen Liter Wasser hinzu. Lassen Sie die Flüssigkeit anschließend eine Viertelstunde lang kochen. Nehmen Sie die Ingwerstücke heraus und verfeinern Sie den Tee nach Belieben mit Honig oder Zitrone.

Ein weiterer Trumpf für das Immunsystem ist Zink:

Selbst bei einer bereits ausgebrochenen Erkältung kann die Zufuhr von Zink die auftretenden Symptome oft lindern und die Dauer der Erkältung verkürzen. Daneben kann das Spurenelement aber auch bei der Vorbeugung von Grippe und Erkältung hilfreich sein – geeignete Präparate gibt es in der Apotheke. Frauen sollten täglich über die Nahrung zwischen 7 und 10 Milligramm Zink zu sich nehmen, Männer circa 11 bis 16 Milligramm. Nimmt man Zink über Nahrungsergänzungsmittel zu sich, sollten 6,5 Milligramm nicht überschritten werden. Durch Zink werden die Schleimhäute geschützt und Krankheitserreger haben es schwerer, sich im Körper einzunisten, eine Überdosierung kann sich jedoch auch negativ auf den Körper auswirken – im Zweifelsfall sollte man sich deshalb Rat in der Apotheke holen.
Auch eine Zinkaufnahme über die Nahrung funktioniert: Größere Mengen sind beispielsweise in Austern, Rindfleisch, Fisch, Meerestieren, Haferflocken, Eiern und Milchprodukten enthalten. Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C kann die Wirksamkeit von Zink verbessern.

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Vorbeugen statt Vorfall: Schützen Sie Ihre Bandscheiben

 width=Manchmal kommt er wie aus heiterem Himmel, manchmal nähert er sich schleichend: Viele Betroffene trifft ein Bandscheibenvorfall ganz plötzlich als stechender Schmerz, andere leben jahrelang damit, ohne ihn zu bemerken. Ein Bandscheibenvorfall kann die unterschiedlichsten Symptome haben. Ebenso vielfältig sind auch Arten der Behandlung bei einem Bandscheibenvorfall. Während in den meisten Fällen eine Physiotherapie und Schmerzmittel ausreichen, ist gelegentlich sogar eine Operation vonnöten. Etwa 80 Prozent der Deutschen sind mindestens einmal in ihrem Leben wegen Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung. Ein Bandscheibenvorfall gehört mit zu den häufigsten Problemen. Dabei kann man diesem Leiden mit einer gesunden Lebensweise sowie gezieltem Rückentraining ziemlich gut vorbeugen.

Meist sind von einem Bandscheibenvorfall Menschen im Alter zwischen 30 und 55 Jahren betroffen

Die Ursachen eines Bandscheibenvorfalls (Diskusprolaps) liegen meist in verschleißbedingten Prozessen. Nur selten ist ein Unfall für einen Bandscheibenvorfall verantwortlich – eher schon unser eigenes Verhalten: Übergewicht zum Beispiel, Bewegungsmangel, ungeeignete Ernährung und Überlastung führen oft zu Problemen. Aber auch angeborene Fehlstellungen der Wirbelsäule wie beispielsweise Skoliose erhöhen die Gefahr für einen Bandscheibenvorfall.

Insgesamt 23 Bandscheiben dienen in der Wirbelsäule als Puffer und federn die Bewegungen der Wirbelkörper ab

Erst die Bandscheiben ermöglichen die enorme Beweglichkeit der Wirbelsäule und verteilen den Druck, der auf der Wirbelsäule lastet, gleichmäßig. Scherkräfte und Hebelwirkungen beim einseitigen Tragen und dem Heben von schweren Lasten erhöhen die Belastung bei bestimmten Körperbewegungen um ein Vielfaches unseres Körpergewichtes – und der Verschleiss der Bandscheiben maximiert sich. Bei etwa 9 von 10 Betroffenen tritt der Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf, seltener sind die Hals- oder Brustwirbelsäule betroffen.

Was passiert bei einem Bandscheibenvorfall?

Vereinfacht gesagt verrutscht bei solch einem Vorfall ein Teil der Bandscheibe – und zwar so, dass sie auf das Rückenmark drückt und die dort verlaufenden Nervenstränge stört, reizt oder gar abklemmt. Der Gallertkern der Bandscheibe dringt bei Belastung in die feinen Risse des Faserrings ein, Teile des Gallertkerns drücken auf einen Rückenmarksnerv – in der Folge kann es zu heftigen Schmerzen kommen, die bis in die Gliedmaßen hinein ausstrahlen. Auch Lähmungserscheinungen sind möglich. Die genauen Symptome hängen davon ab, wie stark der Druck der Bandscheibe auf die Nervenbahnen ist – und um welche Nerven es sich konkret handelt. Schließlich sind es zahlreiche Nervenbahnen, die im Rückenmark verlaufen. Bereits ab etwa dem 20. Lebensjahr werden unsere Bandscheiben zusehends schlechter mit Nährstoffen versorgt, und der äußere Faserring bildet immer mehr kleine Risse. Damit wird die Hülle anfälliger für Verletzungen.

Bereits bei ersten Rückenbeschwerden ist es wichtig, konsequent etwas für seinen Rücken zu tun

Denn oft handelt es sich nur um Verspannungen und nicht um einen ernsten Bandscheibenvorfall. Den aber gilt es möglichst zu verhindern, und dafür lässt sich beizeiten etwas tun. Schauen wir uns die häufigsten Ursachen an:
Mangelernährung des Stoßdämpfers des Körpers
Übergewicht
Zu wenig Muskelmasse
Haltungsfehler

Einseitige Überbeanspruchung

In vielen Fällen gibt es allerlei Warnzeichen,

so dass rechtzeitiges Gegensteuern möglich ist. Jede einzelne Bandscheibe wird nur dann ausreichend mit Nährstoffen versorgt, wenn sie sich regelmäßig in Bewegung befindet. Der Grund: Die Bandscheiben werden nicht direkt durch den Blutkreislauf mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern nur indirekt durch Diffusion. Nur durch die Wechseldruckbelastung (wie sie z.B. beim Gehen oder Laufen erfolgt) kann nährstoffreiche Flüssigkeit in die Bandscheibe gelangen, die von ihr wie von einem Schwamm aufgesaugt wird. Die Bandscheiben bestehen aus einem gallertartigen Kern im Inneren, der von einem Knorpelfaserring umschlossen wird. Bei der Entlastung wird die Flüssigkeit mit den für die Bandscheibe lebensnotwendigen Nährstoffen vollgesaugt, bei Belastung wieder herausgedrückt. Stundenlanges Sitzen oder Stehen belastet die Bandscheiben nur einseitig, der Austausch kann nicht mehr stattfinden. Wird eine entsprechend schlecht versorgte Bandscheibe immer wieder ungünstig belastet, droht eine Schädigung des Bindegewebes.

Zu Fehlbelastungen der Bandscheiben tragen wiederum die folgenden drei Faktoren bei:

Übergewicht

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Menge der Pfunde, die wir mit uns herum tragen, und der Kräfte, die regelmäßig auf die Bandscheibe einwirken. Übergewichtige Menschen haben daher ein erhöhtes Risiko für einen Bandscheibenvorfall.

Zu wenig Muskelmasse

Die Muskulatur, die das Rückgrat umschließt, hat einen dämpfenden Effekt auf die Bandscheiben. Schließlich können gut ausgebildete Muskeln einen Teil der einwirkenden Kräfte abfedern.

Haltungsfehler

Ungünstige Körperhaltungen bewirken eine einseitige Belastung der Bandscheiben. Dazu kann es insbesondere beim Sitzen kommen. Möbel, die wir regelmäßig und vor allem dauerhaft benutzen, sollten daher immer nach ergonomischen Kriterien eingestellt und ausgewählt werden. Aber auch das Beugen des Rückens beim Anheben schwerer Lasten sollte man vermeiden.

Diese drei Risikofaktoren lassen sich ganz erheblich durch regelmäßige Bewegung und Sport bekämpfen. Beim Sport verbrennen wir überschüssige Kalorien, so dass Fettpolster abgebaut werden – oder sich erst gar nicht bilden. Zeitgleich wird die Muskulatur gestärkt – und eine kräftige Muskulatur erschlafft nicht so schnell, so dass es uns leichter fällt, eine unvorteilhafte Körperhaltung zu vermeiden.

Für ein optimales Vorbeugungsprogramm gegen ernsthafte Rückenerkrankungen gilt dabei:

Es macht absolut Sinn, mehrere Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Ein allgemeines regelmäßiges Bewegungsprogramm sorgt für eine gute Versorgung der Bandscheiben mit notwendigen Nährstoffen – und schützt vor Übergewicht. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie lieber joggen, Federball spielen oder tanzen gehen. Hauptsache, Sie bewegen sich. Zusätzlich ist eine gezielte Kräftigung der Rückenmuskulatur empfehlenswert, zum Beispiel durch ein Training an entsprechenden Geräten im Fitness-Studio. Auch gezielte Kraft- und Gymnastikübungen, wie sie etwa beim Pilates ausgeübt werden, sind dazu geeignet.

Nicht zuletzt ist auch die richtige Ernährung mitentscheidend:

Magnesium ist wichtig, weil es die Muskulatur entspannt und regeneriert. Dafür eignen sich zum Beispiel Vollkornprodukte, Sesam, Nüsse, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne.
Auch Kalium ist nötig, damit die Nerven, Zellen und Muskeln optimal funktionieren. Es steckt in Gemüse, Obst, Fleisch oder Nüssen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Für die Weiterleitung von Nervenimpulsen ist Calcium unerlässlich. Grünkohl, Brokkoli, Sesam, Nüsse und Käse sind für ihren Calcium-Anteil bekannt, weniger vermutet man es in Brennnesseln, Chiasamen und Salbei  – aber auch sie sind gute Caciumlieferanten. In grünem Gemüse und Salaten stecken Calcium, Bor und Magnesium. Bor hilft beim Einbau von Calcium, Magnesium und Phosphor in die Knochen. Ebenso sind Vitamin K und Zink für gesunde Knochen und Gelenke nötig. Und ebenso sind B-Vitamine wichtig, sie finden sich ebenfalls in grünem Gemüse und Salaten.

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Gesundheit mit Biss: Richtige Ernährung für gesunde Zähne!

 width=Gesunde Zähne brauchen neben guter Pflege vor allem das richtige zum Beißen – neben regelmäßigem Besuch beim Zahnarzt gibt es also einen weiteren wichtigen Ansatz zur Prävention vor Zahnschäden: eine zahngesunde Ernährung nämlich, und die kann gar nicht früh genug starten.

Erste Regel: Eine zahngesunde Ernährung braucht Vitamine

„Iss‘ dein Gemüse, die Vitamine sind gut für den Körper“. Diesen Satz kennen wir so oder ähnlich wohl alle aus unserer Kindheit. Und da ist durchaus etwas dran, auch und vor allem, wenn es um unsere Zähne geht. Vitamine in allerlei Ausführung tragen wirklich zur guten Gesundheit bei – im Allgemeinen und für die Zähne im Speziellen. Aber von welchen Lebensmitteln profitiert die Zahngesundheit und welche Inhaltsstoffe sind dafür verantwortlich?

Schauen wir mal genauer hin:

Lebensmittel mit Vitamin A

Nicht direkt die Zähne unterstützend, jedoch wichtig für die Mundflora: Vitamin A ist grundlegend für eine gesunde Mundschleimhaut. Die ist mit Sinnes- und Geschmacksrezeptoren ausgestattet und erfüllt somit eine wichtige Funktion im Mund. Wenn die Mundschleimhaut verletzt oder entzündet ist, wird der Verzehr von Nahrungsmitteln schnell zur Qual. Wenn wir unserer Mundschleimhaut etwas Gutes tun möchte, sollten wir also zu Vitamin-A-haltigen Speisen greifen.

Lebensmittel mit Vitamin C

Vitamin C setzt gleich an mehreren Stellen an, um unsere Gesundheit zu unterstützen. Zum einen pusht das Vitamin Ihr Immunsystem – Bakterien und Viren haben es schwerer. Auch im Mundbereich: Bakterien, die eine Parodontitis oder Karies verursachen, können vom Körper besser bekämpft werden, wenn der Vitamin-C-Pegel stimmt. Außerdem ist Vitamin C ein wichtiger Bestandteil im Dentin, besser bekannt als Zahnbein. Das Zahnbein stellt einen wesentlichen Teil des Zahns dar, Vitamin C wirkt also direkt für den Zahn. Übrigens unterstützt es auch die Kollagenbildung im Zahnfleisch.

Lebensmittel mit Vitamin D

Vitamin D kennt man als „Sonnenvitamin“. Es wird mithilfe der Sonnenstrahlen im Körper gebildet. Doch es ist genauso richtig, Vitamin D als „Zahnvitamin“ zu bezeichnen. Denn dort hilft es, wichtige Substanzen wie Kalzium oder Phosphor zu speichern. Zudem werden die Zähne durch Vitamin D härter und dadurch robuster.

Fluorid für gesunde Zähne

Dass Fluorid gut für die Zähne ist, weiß man spätestens, seitdem zahlreiche Zahnpasta-Marken damit werben. Und es stimmt: Fluorid macht den Zahnschmelz (also die äußere Zahnschicht) robuster. Die Zähne werden weniger empfindlich, die Abwehr von bakteriellen Schädigungen sowie Säureangriffen effektiver. So schützt Fluorid direkt vor der Entstehung von Karies. Fluorid befindet sich nicht nur in Zahnpasta, auch Lebensmittel enthalten das für den Körper und die Zähne wichtige Spurenelement. Eine zahngesunde Ernährung sollte also unbedingt fluoridhaltige Lebensmittel beinhalten.

Kalziumhaltige Nahrung

Milchprodukte sind nicht nur lecker, sondern auch für die Zähne gut. Denn sie enthalten Kalzium, einen Mineralstoff, der die Zähne festigt und sie darüber hinaus beim Wachstum unterstützt. So ist vor allem bei einer kindgerechten Ernährung für gesunde Zähne darauf zu achten, dass der Körper mit genügend Kalzium versorgt wird.

Kein Zucker im Essen

Nahrungsmittel sind heutzutage in so großer Zahl mit Zucker versetzt, oft weiß man gar nichts von dem zahnschädigenden Inhaltsstoff. Eindeutiger ist es bei einschlägig bekannten Naschereien wie Schokolade, Bonbons oder Kuchen – in Yoghurts, Brot oder Leberwurst vermutet man ihn weniger, aber dennoch ist Zucker oft in gar nicht geringen Dosen auch dort enthalten.

Das Naschen gehört zum (Kinder-) Leben dazu, keine Frage. Doch sollte man Zucker nur in Maßen zu sich nehmen und am besten nach dem Verzehr direkt Zähne putzen. Denn Zucker greift die Zähne direkt an: Bleiben Nahrungsreste am Zahn oder in den Zahnzwischenräumen kleben, ist das leider die ideale Grundlage für Zahnbeschwerden – bei Süßspeisen noch mehr als bei „normalen“ Lebensmitteln.

Gut zu wissen: Nicht jede Nascherei ist grundsätzlich zu verteufeln. Dunkle Schokolade etwa kann  das Zahnfleisch schützen und hat so zum Beispiel einen positiven Effekt beim Schutz gegen Parodontitis. Aber auch beim Verzehr von dunkler Schokolade lautet die Devise: Zähneputzen nicht vergessen!

Speichelanregende Speisen

Der Speichel hat einen reinigenden Effekt für den gesamten Mundraum. Zudem mildert er den Zahn angreifende Säuren und Zucker ab. Speichel transportiert Nährstoffe zum Zahnschmelz, damit dieser sie aufnehmen kann. Der Speichel ist enorm wichtig – und wir können ihn aktiv anregen, damit er richtig wirken kann. Das geht durch intensives Kauen. Wenn wir essen, sollten wir ausgiebig kauen, lieber zu lang als zu kurz. Zuckerfreie Kaugummis nach der Mahlzeit bieten sich ebenfalls zur Speichelanregung an. Genauso wie kauintensive Lebensmittel wie rohes Gemüse oder Brot. Auch Obst kann zu intensivem Kauen führen – aber Achtung: Der Fruchtzucker im Obst kann schon wieder den Zähnen schaden. Auch hier gilt: Putzen am besten gleich nach dem Verzehr.

Eine Ernährung für gesunde Zähne besteht also im besten Fall aus vitaminhaltigen und kalziumhaltigen Lebensmitteln, weist Fluorid auf und wenig bis gar kein Zucker. Zudem sollten Nahrungsmittel, die den Speichelfluss anregen, Teil des Ernährungsplans sein. Komplettiert wird die zahngesunde Ernährung durch das regelmäßige Zähneputzen, um die Zähne sorgfältig von Unreinheiten zu befreien.

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Lästig an der Lippe: Herpes – und was man darüber wissen sollte

 width=Sie sind ein Dauerbegleiter der Menschheit und seit mehreren Millionen Jahren in unseren Körperzellen zuhause: Herpes-Viren. Die Beschwerden reichen von Windpocken über Gürtelrose bis zum Lippenbrennen mit schmerzhafter Bläschenbildung. Ist der Virus einmal im Körper, bleibt er lebenslang. Am verbreitetsten ist der Herpes Labialis, der Lippenherpes also, und die Symptome kündigen sich meist schon Stunden zuvor durch Kribbeln, Spannungsgefühl oder leichtes Brennen an. Die Herpesbläschen kommen in der Regel auf der Lippe des Infizierten zum Vorschein. Sie können aber auch an Nase, Fingernägeln, Augen oder Gesäß auftreten. Verursacher der juckenden und schmerzenden Bläschen sind Herpes-Simplex-Viren vom Typ 1. Normalerweise sind die Krankheitssymptome zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Doch bei bestimmten Risikogruppen wie Patienten unter Chemotherapie, Neugeborenen oder HIV-Kranken kann es beim Ausbruch einer Herpes-Infektion zu bedrohlichen Komplikationen kommen. Bis zu 90 Prozent der Erwachsenen tragen Antikörper gegen HSV Typ 1 im Blut, sind mit dem Virus also bereits in Kontakt gekommen.

Die Erstinfektion mit den Viren geschieht meist unbemerkt und häufig bereits vor dem sechsten Lebensjahr

Viele Virusträger werden ihr ganzes Leben lang nicht von den lästigen Bläschen behelligt. Doch für 20 bis 30 Prozent der Infizierten wird Lippenherpes zum wiederkehrenden Ärgernis. Besonders betrifft dies Personen, deren körpereigenes Abwehrsystem vorübergehend oder dauerhaft eingeschränkt ist (zum Beispiel nach Operationen, bei Krebs, Bluterkrankungen, der Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken oder einer HIV-Infektion)

Eigentliche Ursache für Lippenherpes ist die Infektion mit den Viren über Speichel oder engen Hautkontakt durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen), durch Schmierinfektion (zum Beispiel gemeinsame Benutzung von Besteck, Gläsern) oder durch direkte Haut- und Schleimhaut-Kontakte (Küssen, Berührung der Bläschen). Die empfindliche Haut der Lippen ist besonders anfällig für Infektionen, und das in den Nervenzellen ruhende Virus kann besonders dort unter bestimmten Bedingungen wieder aktiv werden. Verantwortlich für die spätere Reaktivierung der ruhenden Herpes-Viren sind unter anderem Störungen der körpereigenen Immunabwehr. Einige typische Auslöser für das Auftreten der Bläschen:

Infektionskrankheiten oder Fieber (daher die Bezeichnung „Fieberblasen“)

starke Sonneneinstrahlung (führt zur Unterdrückung der Immunzellen der Haut)

Psychische Belastungen (Stress, Trauer, Ängste, Übermüdung)

Hormonelle Umstellung (bei Frauen während der Menstruation oder in der Schwangerschaft)

Erkrankungen oder Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken

Die reaktivierten Viren wandern entlang der Nervenbahnen von den Nervenzellen in Richtung Hautoberfläche, die Bläschenbildung beginnt. Zwischen der Infektion und dem erstem Auftreten von Symptomen können allerdings viele Jahre vergehen.

Kommt es zu einem Ausbruch mit den typischen Symptomen, sollten Betroffene einige Tipps beherzigen,

  • Die infizierte Stelle nicht berühren.
  • Kommt es dennoch zum Kontakt mit der erkrankten Region, sollten die Hände umgehend und gründlich gewaschen werden.
  • Trägern von Kontaktlinsen wird empfohlen, während des Herpes-Ausbruchs besser eine Brille aufzusetzen. Dadurch kann man vermeiden, dass das Virus über eine Schmierinfektion auch ins Auge übertragen wird.
  • Im Fall einer HSV1-Infektion sollten Betroffene darauf verzichten, Gläser, Servietten, Handtücher u.a. gemeinsam mit anderen Personen zu nutzen.
  • Hautkontakt mit anderen, auch das Küssen (bei Lippenherpes), sollte während des Herpes-Ausbruchs unterbleiben.
  • Wer die vom Herpes betroffene Körperstelle abdecken möchte, sollte besser ein Herpespflaster als Schminke benutzen. In der Kosmetik könnten sich nämlich Herpesviren ansammeln und so weiter verbreiten.
  • Herpes-Bläschen niemals aufkratzen. Auch die Kruste nicht aktiv entfernen.

Herpes labialis ist für die Betroffenen oft sehr lästig, nicht zuletzt aus kosmetischen Gründen

Nach spätestens zwei Wochen ist ein Lippenherpes bei komplikationslosem Verlauf abgeheilt. Betroffene sollten Stress jeglicher Art nach Möglichkeit vermeiden und ihr Immunsystems in Form von gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßiger Bewegung unterstützen. Außerdem gibt es Hilfe aus der Apotheke – zumindest an der Hautoberfläche lassen sich die Auswirkungen von Herpes lindern. Dafür gibt es wirksame Salben mit virushemmenden Wirkstoffen wie Aviclovir oder Peniviclovir. Darüber hinaus gibt es verschiedene Hausmittel, die mehr oder weniger wirksam sein können:

Kälte: Herpes-Viren haben eine Abneigung gegen Kälte. Bei den ersten Anzeichen eines Herpes-Ausbruchs wie juckender oder kribbelnder Haut, die Stelle mit Eiswürfeln oder Kühlpacks betupfen und kühlen. Bestenfalls eingewickelt in ein Tuch, damit es nicht zu Erfrierungen kommt.

Zink: Eine zinkhaltige Salbe kann im Vorfeld der Bläschenbildung die Infektion abmildern und im besten Fall den Herpes ganz verhindern. Besonders bei Lippenherpes eine beliebte Methode

Kurkuma: Der in Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin hemmt die Vermehrung von Herpes-Viren. Eine Kurkumawurzel in Scheiben schneiden und auf die betroffenen Stellen legen

Zitronenmelisse: Die Wirkstoffe in der Zitronenmelisse hindern Herpes-Viren wissenschaftlich erwiesen daran, in Körperzellen einzudringen. der Zustand der betroffenen Stellen verbessert sich.

Schwarzer und Grüner Tee: Die Gerbstoffe im Tee sind entzündungshemmend. Teebeutel im heißen Wasser eine Minute ziehen lassen. Dann den Beutel herausnehmen, abkühlen lassen und für etwa zehn Minuten auf die Lippenbläschen legen. Mehrmals täglich wiederholen.

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Ab Januar 2022 in Ihrer Apotheke: Das E-Rezept kommt!

 width=Ob wir das nun immer gut finden oder nicht – unser Alltag wird in immer mehr Bereichen digital. Wenn wir Geld überweisen wollen, füllen wir kaum noch einen Überweisungszettel aus und bringen ihn zur Bank, das machen inzwischen die meisten von direkt am Computer.  Pizza bestellen, Konzerttickets buchen, Fahrkarten kaufen – geht alles ganz einfach vom Sofa aus, und immer mehr Menschen nutzen das.  Warum aber laufen wir dann noch mit einem Zettel in der Hand in die Apotheke? Tja, auch das kann, wenn man möchte, bald ein Ende haben: Damit die Behandlung mit Arzneimitteln sicherer wird, Abläufe in der Arztpraxis und der Apotheke vereinfacht werden und auch die Zettelwirtschaft im Gesundheitswesen aufhört, führt Deutschland ab Januar 2022 das E-Rezept ein.

Wer beispielsweise die Möglichkeit in Anspruch nimmt,

sich per Videosprechstunde ärztlich beraten zu lassen, für den ist die Möglichkeit zur Ausstellung elektronischer Rezepte unverzichtbar. Ab Anfang nächsten Jahres also wird man für die Abholung eines Rezeptes nicht in die Arztpraxis kommen müssen. Und auch bei normalen Arztbesuchen wird man künftig ein E-Rezept erhalten – wer das nicht möchte oder kein geeignetes Handy besitzt, kann sich aber dieses Rezept auch weiterhin in Papierform ausstellen lassen. Ab 1. Januar 2022 wird es für Ärzte und Apotheken verpflichtend – lediglich die Patienten dürfen sich noch entscheiden, ob sie das neue Rezept ausgedruckt oder per App bekommen wollen.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und zunehmender Videosprechstunden haben sich die vielen Vorteile des E-Rezeptes gezeigt:

Das E-Rezept muss nicht mehr zugeschickt werden, man muss keinen Termin mehr vereinbaren dafür, es muss nicht nochmals ausgedruckt werden, wenn es dann mal verloren gegangen ist. Stattdessen kann es kontaktlos an die Wunsch-Apotheke übermittelt und von dort sogar geliefert werden.

Einer der wohl größten Vorteile des elektronischen Rezepts ist der Verzicht auf Papier

Des weiteren sind weniger Übertragungsfehler möglich als bspw. bei herkömmlichen Rezepten, weil die halt oft handschriftlich verfasst, im Zweifelsfall also schlecht lesbar sind. Auch maschinell angefertigt können Rezepte falsch interpretiert werden oder durch mangelnde Druckqualität nur bedingt lesbar sein. Beim elektronischen Rezept ist dies nicht der Fall. Durch die elektronische Datenverarbeitung wird also auch ein Stück weit Verlässlichkeit garantiert. Ein weiterer großer Pluspunkt der E-Rezepte ist die Möglichkeit, Arzneimittel unmittelbar und zeitsparend zu bestellen.

Mit dem E-Rezept werden in Zukunft weitere digitale Anwendungen ermöglicht:

Von der Medikationserinnerung etwa bis hin zum Medikationsplan mit eingebautem Wechselwirkungscheck. So kann einfach überprüft werden, ob alle Arzneimittel untereinander verträglich sind.

Das Gesetz, mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das E-Rezept in der Gesundheitsversorgung einführt,

ist das „Gesetz zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur. Das Gesetz ist am 20. Oktober 2020 in Kraft getreten. Für die Übermittlung des E-Rezepts wird eine sichere Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen verwendet werden. Patientinnen und Patienten können entscheiden, ob sie ihr E-Rezept per Smartphone und einer sicheren E-Rezept-App verwalten und digital an die gewünschte Apotheke ihrer Wahl senden wollen.

Neben dem E-Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel sollen zukünftig auch alle weiteren veranlassten Leistungen wie etwa Heilmittel,

Hilfsmittel oder häusliche Krankenpflege schrittweise elektronisch verordnet werden. Um für die Übermittlung der Verordnungen die sichere Telematikinfrastruktur nutzen zu können, wird diese mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz, dem Patientendaten-Schutz-Gesetz und dem Digitale-Versorgung-und Pflege-Modernisierungs-Gesetz schrittweise ausgebaut und es werden Fristen für die Einführung weiterer ärztlicher und psychotherapeutischer Verordnungen vorgegeben.

Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz haben die Versicherten einen neuen Anspruch auf Versorgung mit digitalen Gesundheitsanwendungen erhalten

Damit Verordnungen elektronisch übermittelt werden können, sieht das Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite Regelungen vor, die den Krankenkassen die Erprobung der elektronischen Übermittlung von Verordnungen digitaler Gesundheitsanwendungen ermöglichen. Gemäß Digitale-Versorgung-und Pflege-Modernisierungs-Gesetz werden ab 1. Januar 2023 Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) von Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vollständig elektronisch über die Telematikinfrastruktur verordnet.

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Ursachen und Tipps: Volkskrankheit Sodbrennen

 width=Sodbrennen ist ganz sicher ein Volksleiden: Denn in Deutschland leidet jeder Zweite darunter. Die meisten nur von Zeit zu Zeit, andere häufig – und manche sogar chronisch. Schwangere und ältere Menschen sind häufiger betroffen als andere. Wir verraten, was gegen Sodbrennen hilft.

Sodbrennen ist das Leitsymptom für eine Rückflusskrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit):

ein brennendes Gefühl unter dem Brustbein, besonders nach Mahlzeiten und im Liegen. Rund ein Viertel der Menschen in den westlichen Ländern hat einmal im Monat oder häufiger mit Refluxbeschwerden zu tun. Oft kommt Aufstoßen von saurem Magensaft dazu. Und auch ein Aufstoßen ohne Säure ist möglich.

Sodbrennen äußert sich meist als Brennen im Hals und als säuerlicher Geschmack im Mund

Viele Sodbrand-Leidende kennen außerdem auch saures Aufstoßen und ein Druckgefühl im Brustbereich. Der brennende Schmerz in der Brust wird durch den Rückfluss von Magensäure (medizinisch ausgedrückt: gastroösophagealer Reflux) in die Speiseröhre verursacht. Das Symptom selbst, also das eigentliche Sodbrennen (medizinisch: Pyrosis) kann durchaus ungefährlich sein, muss es aber andererseits auch nicht immer. Keine Panik also, sind die Beschwerden allerdings heftig, häufig oder treten permanent auf, gilt: Zur Abklärung der Ursache sollte den Arzt aufsuchen oder ersten Rat in der Apotheke einholen.

Um zu verstehen, wie Sodbrennen entsteht, lohnt sich ein Blick darauf, wie die Verdauung funktioniert

Täglich produziert unser Körper etwa zwei bis drei Liter Magensaft, dessen Aufgabe es ist, den Speisebrei zu verarbeiten und schädliche Mikroorgasnismen zu beseitigen. Deshalb ist der Magensaft mit einem pH-Wert von 0,8 bis 1,5 auch sehr sauer – also tödlich für die meisten Keime.

Die Speiseröhre ist ein circa 25 Zentimeter langer Muskelschlauch mit einem Durchmesser von einem Zentimeter, der mit Schleimhaut überzogen ist. Er verbindet den Rachenraum mit dem Magen. Am Mageneingang befindet sich ein Schließmuskel (Ösophagussphinkter). Dieser gleicht einem Ventil, das beim Schluckvorgang erschlafft und sich zum Magen öffnet. Der Inhalt der Speiseröhre kann in den Magen fließen.

Im Normalfall ist dieser Weg eine Einbahnstraße. Der aggressive und stark saure Magensaft ist für den Magen dank seiner widerstandsfähigen Schleimhaut keine Gefahr. Die Speiseröhre jedoch ist sehr empfindlich. Ist das Ventil undicht und schließt nicht mehr richtig, kann die Magensäure zurückfließen und in die Speiseröhre gelangen. Das ist ziemlich unangenehm und verursacht die beschriebenen Symptome des Sodbrennens, außerdem kann die Speiseröhre mit der Zeit irreparabel geschädigt werden.

Sodbrennen kann verschiedene Ursachen haben:

Dazu gehören unter anderem Stress oder bestimmte Gewohnheiten bei der Ernährung, wie etwa zu fettes oder zu spätes Essen. Unter anderem folgende Gründe können eine Störung des Schließmuskels bewirken und so Sodbrennen verursachen:

Psychisch belastende Situationen wie Stress regen die Magensäureproduktion übermäßig an und lösen häufig Sodbrennen aus. Und auch bestimmte Nahrungsmittel beeinflussen den Druck des Schließmuskels. Ebenso können Medikamente (unter anderem einige Schmerzmittel) beteiligt sein.

Manchmal gibt es aber auch handfeste organische Ursachen:

Möglicherweise ist ein Zwerchfellbruch (eine sogenannte Hernie) aufgetreten. Dabei verschiebt sich ein Teil des Magens durch die Zwerchfellöffnung in den Brustraum. Bei Schwangeren wiederum sorgt zum einen das Hormon Progesteron für die Erschlaffung des Schließmuskels, zum anderen drückt die stark vergrößerte Gebärmutter gegen den Magen und als Folge davon dessen Inhalt in die Speiseröhre. Bei Personen mit Übergewicht kommt es ebenfalls vor, dass vermehrt Mageninhalt in die Speiseröhre ausweicht. Sodbrennen kann eventuell ein Warnsignal für eine organische Erkrankung wie ein Magengeschwür oder eine Gastritis sein. Schon deshalb sollte man anhaltendes Sodbrennen durch eine Untersuchung beim Arzt abklären lassen.

Gelegentliches saures Aufstoßen ist zunächst kein Grund zur Sorge

Wird die Schleimhaut der Speiseröhre aber regelmäßig, etwa mehrmals die Woche, mit dem ätzenden Magensaft konfrontiert, kann es zu Schleimhautreizungen und Schädigungen (Refluxösophagitis) kommen. Unter Umständen wird die Schleimhaut sogar völlig zerstört, innere Blutungen oder eine Verengung der Speiseröhre können auftreten. Auch die oberen Atemwege, die Zähne und das Zahnfleisch können durch die zurückfließende Säure in Mitleidenschaft gezogen werden. Unbehandelt kann Sodbrennen zu einer Krankheit wie einer Speiseröhrenentzündung führen. Im schlimmsten Fall bildet sich sogar ein Geschwür oder Krebs.

Im Folgenden haben wir einige Tipps und Hausmittel aufgelistet, die gegen lästiges Sodbrennen helfen können:

Essen Sie mehrere (fünf bis sechs) kleine Mahlzeiten am Tag. Große Mahlzeiten sind sehr voluminös und führen zu einem übervollen Mageninhalt. Die Gefahr, dass hier Magensäure in die Speiseröhre gedrückt wird, ist erhöht.

Speziell abends sollten Sie auf reichhaltige Mahlzeiten verzichten und nicht zu spät essen.

Legen Sie sich nicht direkt nach dem Essen zu einem Verdauungsschläfchen hin, sondern warten Sie, bis der Magen Zeit für die Verdauung hatte – mindestens eine halbe Stunde. Hilfreich ist es außerdem, mit leicht erhöhtem Oberkörper zu schlafen.

Reduzieren Sie Ihr Gewicht, wenn Sie zu viele Kilos auf die Waage bringen.

Vermeiden Sie Stress, denn dieser ist ein häufiger Auslöser von Sodbrennen. Entspannungsübungen, Sport, Meditation und Ruhe können helfen, den Stress und damit auch das Sodbrennen zu reduzieren.

Tragen Sie keine enge Kleidung und lockern Sie Ihren Gürtel.

Meiden Sie stark säurehaltige Getränke wie Grapefruit- oder Zitronensaft sowie andere Säfte aus Zitrusfrüchten – auch viele Weine haben übrigens einen erheblichen Säureanteil.

Bewährte Hausmittel sind Tees mit Kamille, Fenchel oder Kümmel.

Viele Menschen beschreiben das Auftreten von Sodbrennen nach stark gewürztem, scharfem Essen

Die Art der Wirkstoffe in den pflanzlichen Gewürzen unterscheidet sich jedoch erheblich, deshalb ist keine einheitliche Beurteilung möglich. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Wirkstoff Capsaicin, der für die Schärfe in Chilischoten verantwortlich ist, die Empfindlichkeit der Speiseröhre gegenüber dem Magensaft erhöht und somit das brennende Gefühl intensiviert.

Immer wieder liest man Empfehlungen,

bei Sodbrennen Milch zu trinken. Das resultiert aus der Annahme, dass das Eiweiß in der Milch die Magensäure abpuffert. Ehemals wurden Patienten mit diesem Krankheitsbild ausschließlich mit Milch ernährt.

Ob das jemals geholfen hat, ist allerdings fraglich. Denn zum einen ist eine so einseitige Ernährungsweise erstmal niemandem zu empfehlen, und zum anderen haben Wissenschaftler bewiesen, dass Milch die Säureproduktion im Magen sogar anregen kann.

Hilfe finden Sie in vielen Fällen schon in der Apotheke:

Denn auch mithilfe von geeigneten Präparaten lässt sich Sodbrennen oft erfolgreich behandeln. Zur Behandlung eingesetzt werden vor allem Antazida, die den Magensaft neutralisieren, oder auch Protonenpumpeninhibitoren, die die Bildung eines Enzyms hemmen, das für die Säureausschüttung benötigt wird. Wenn die Beschwerden allerdings nicht schnell und deutlich abnehmen, sollte der Arzt aufgesucht werden.

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Damit gutes Hören nicht aufhört: So bleiben Ohren gesund!

 width=Klar, in erster Linie ist der Mensch ein Augentier – aber um uns im Alltag ordentlich zurechtzufinden, ist unser Gehörsinn unabdingbar. Telefonieren, an einem Gespräch teilnehmen oder auch Dinge neben oder hinter uns wahrnehmen, für all das ist unser Gehör der Schlüsselfaktor. Schnell kann es jedoch Schaden nehmen: So kann ein Konzertbesuch für das Ohr bereits gefährlich werden, und auch permanenter Lärm am Arbeitsplatz kann das Hören nachhaltig schädigen. Ein paar wichtige Informationen rund um das Thema Hören haben wir für Sie zusammengefasst:

Ab welcher Lautstärke wird es gefährlich für unser Ohr?

Geräusche umgeben uns ständig – ob Straßenverkehr, Gespräche, Telefonklingeln, Musik oder Baustellenlärm, es gibt immer etwas zu Hören. Doch manchmal ist Vorsicht geboten, denn durch eine ständige oder zu hohe Lärmbelastung können Ihre Ohren irreversible Schäden davontragen.

Die Lautstärke wird in Dezibel (abgekürzt dB) angegeben und durch den Schalldruckpegel ermittelt. Ein für unser Ohr sehr angenehmer Bereich liegt in etwa bei 0 – 30 dB und entspricht zum Beispiel Flüstern und Atemgeräuschen, dem Ticken einer Uhr, einer schnurrenden Katze oder geringem Straßenverkehr. Andauernde Geräusche ab etwa 75 dB, wie beispielsweise ein vorbeifahrender Zug (80 dB), ein Presslufthammer (90 dB) oder ein Besuch einer Disco (100 dB), können schon eine ernsthafte Belastung für unser Gehör und letztendlich für unseren ganzen Körper darstellen. Ab 120 dB liegt eine hohe bis sehr hohe Lärmbelastung bis hin zur Schmerzgrenze vor – dies entspricht zum Beispiel einem Düsenflieger (120 dB), nah am Ohr detonierenden Silvesterböllern (150 dB) oder dem Knallen einer Spielzeugpistole (170 dB), die direkt neben dem Ohr abgefeuert wird. Hohe Lautstärken können zu schmerzen im Ohr führen und das Gehör auf Dauer schädigen – je lauter und je länger, desto mehr.

Wie wirkt sich ständiger Lärm auf unser Ohr aus?

Eine häufige Schädigung des Gehörs tritt dann auf, wenn die Haarzellen im Innenohr zerstört werden. Um ein Geräusch wahrnehmen zu können, nimmt zuallererst unser Trommelfell den Schall auf und leitet ihn über Vibrationen ins Innenohr weiter. Die Haarzellen in der Hörschnecke, auch Cochlea genannt, werden durch den Schall stimuliert und leiten den Reiz wiederum weiter an den Hörnerv. Je lauter ein Geräusch wahrgenommen wird, desto höher ist der Schalldruck auf die Haarzellen. Bei einem leisen bis normalen Geräuschpegel von um die 50 dB passiert unseren Haarzellen nichts – sie bleiben stabil und stehen aufrecht. Bei andauerndem Lärm oder zu lauter Musik werden die Zellen zusammengedrückt und verkleben, können sich allerdings nach einer Ruhepause regenerieren. Sehr laute Geräusche richten hingegen irreversible Schäden an. Die Sinneszellen fallen im schlimmsten Fall aus oder brechen ab, akustische Signale können nicht mehr richtig an das Gehirn übertragen werden. Die Haarzellen in unserem Innenohr wachsen nicht mehr nach –  was dann bedeutet, dass ein ernsthafter Hörschaden nicht mehr aufzuhalten ist. Wer zu einer Personengruppe gehört, deren Gehör durch zu hohe Belastung geschädigt werden könnte, sollte in jedem Fall auf das Tragen eines Gehörschutzes achten.

Wer tagtäglich einem hohen bis sehr hohen Geräuschpegel ausgesetzt ist, läuft Gefahr, auf Dauer einen Hörschaden davonzutragen. Bestimmte gefährdete Berufsgruppen sind zum Beispiel Angestellte einer Fabrik, Flughafenmitarbeiter, Bauarbeiter, aber auch Musiker oder das Servicepersonal in Discotheken und Clubs. Und auch, wer in seiner Freizeit Konzerte besucht, sollte die Lautstärke nicht unterschätzen – wer lange Freude an seiner Lieblingsmusik haben will, trägt am besten immer einen Schutz für das Gehör. Das muss abends in der Disco natürlich nicht unbedingt ein professioneller Schallschutz sein, aber wenn es wirklich zu laut wird, können Lärmstöpsel oder zur Not auch mal ein Klümpchen Papiertaschentuch die größten Schäden verhindern. Einen ausreichenden Schutz am Arbeitsplatz schreiben normalerweise schon die Arbeitgeber und Berufsgenossenschaften vor, wenn Sie Teil einer gefährdeten Berufsgruppe sind. Dennoch ist es auch hier sinnvoll, selbst mit auf ausreichenden Schutz zu achten.

Auch wer an einer Hauptstraße wohnt und einer permanenten Lärmbelastung durch Verkehrsgeräusche oder Ähnlichem ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko, sein Gehör dauerhaft zu schädigen. Um dem Gehör Schutz zu bieten und einer eventuellen späteren Hörminderung entgegenzuwirken, gibt es einige Tipps, die gar nicht so schwer zu beachten sind. Zum Beispiel:

Lautstärke reduzieren

Wenn Sie Musik hören oder fernsehen, achten Sie auf eine moderate Lautstärke. Achten Sie besonders bei Ohr- oder Kopfhörern, dass diese nicht zu laut sind.

Ohren auf beim Gerätekauf

Elektrogeräte verfügen in der Regel über eine Dezibel-Angabe. Achten Sie also beim Kauf Ihres neuen Kühlschranks, Staubsaugers oder Geschirrspülers darauf, dass das Gerät eher leise ist.

Geräuschquellen vermindern

Viele Geräusche zur selben Zeit stellen eine Belastung für unser Gehör dar. Parallele Geräuschquellen, wie zum Beispiel Gespräche mit gleichzeitiger Musik und Straßenlärm, sollten deshalb vermindert werden.

Abstand zur Geräuschquelle halten

Falls besonders großer Lärm herrscht, halten Sie größtmöglichen Abstand zur Geräuschquelle.

Ohren zuhalten

Tritt ganz akut Lärm auf, beispielsweise durch das ohrenbetäubende Quietschen der Bremsen eines Zuges, halten Sie sich die Ohren fest mit den Händen zu.

Gehörschützer tragen

Gehen Sie einer Tätigkeit nach, die Lärm verursacht oder sind Sie täglich einer hohen Geräuschbelastung ausgesetzt, achten Sie auf das Tragen eines geeigneten Gehörschutzes.

Um sicherzustellen, dass das Gehör intakt ist und noch keinen Schaden erlitten hat, sollten Sie sich in regelmäßigen Abständen – am besten jährlich – einem Hörtest unterziehen. Falls bereits eine Hörminderung stattgefunden hat, können Sie präventive Maßnahmen ergreifen, um eine Verschlimmerung zu vermeiden. Ist Ihr Hörschaden bereits weiter vorangeschritten, so können auch anderweitige Maßnahmen zur Verbesserung Ihres Hörsinnes erfolgen, zum Beispiel durch ein spezielles Hörgerät oder einen Hörverstärker. In jedem Fall ist es sinnvoll, sich professionellen Rat zu holen, auch in jungen Jahren – beim Arzt, beim Akustiker oder bei uns, in Ihrer Apotheke.

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Nicht nur im Sommer: Wenn Schwitzen zur Qual wird

 width=So richtig Sommer ist das zur Zeit in vielen Gegenden Deutschlands im Moment zwar nicht, aber er kann ja noch kommen. Und mit der Wärme taucht für viele Menschen alle Jahre wieder ein Problem auf – nicht wenige nämlich neigen zu übermäßigem Schwitzen. Dabei liegt die Betonung auf „übermäßig“, denn jeder von uns schwitzt, und das ist auch sinnvoll.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Schweißdrüsen gehört die Temperaturregulierung des Körpers

durch die Verdunstung der Flüssigkeit auf der Haut entsteht Kälte und der Körper wird gekühlt. Auch starkes Schwitzen kann gelegentlich vorkommen und ist nicht unbedingt ein Anzeichen für eine Fehlfunktion des Körpers. Bei manchen Menschen sind starke Schweißausbrüche und übermäßiges Schwitzen jedoch durch eine Funktionsstörung der Schweißdrüsen bedingt, man spricht dann von einer Hyperhidrose oder Hyperhidrosis. Betroffene leiden oft erheblich unter Ihren Symptomen, auch wenn sie an sich nicht gefährlich sind – aber ein durchgeschwitztes Hemd im Kino oder Restaurant ist schon unangenehm und zieht oft missbilligende Blicke auf sich. Welche Ursachen hinter einer Hyperhidrose stecke und welche Behandlung dagegen helfen kann, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Was ist eine Hyperhidrose?

Als Hyperhidrose, auch Hyperhidrosis, wird stark ausgeprägtes Schwitzen bezeichnet, besonders an Achseln, Händen und Füßen oder im Gesicht – prinzipiell ist das übermäßige Schwitzen aber am ganzen Körper möglich. Als krankhaft gilt das Schwitzen dann, wenn die Menge des Schwitzens über die zur Wärmeregulation nötige Menge deutlich hinausgeht, wenn also eine Fehlfunktion der Schweißproduktion vorliegt.

Die Betroffenen haben oft schwitzige Hände und Füße und trauen sich deshalb häufig kaum, anderen die Hände zu reichen oder sich irgendwo die Schuhe auszuziehen. Viele Betroffene haben ständig nasse Achseln oder Schweißflecken auf der Kleidung und fühlen sich unsauber und ungepflegt. Menschen, die stark schwitzen und an Hyperhidrose leiden, haben oft einen enormen Leidensdruck, weil die gestörte Schweißproduktion das soziale Miteinander erschwert.

Weil der Übergang zwischen normalem und übermäßigem Schwitzen oft nicht klar abzugrenzen ist,

kann die Hyperhidrose nicht an eindeutigen Symptomen festgemacht werden. Die Beschwerden sind ebenso wie der individuelle Leidensdruck individuell verschieden. Mögliche Anzeichen sind:

übermäßiges, starkes Schwitzen oder ständiges Schwitzen
ein unangenehmes Feuchtigkeitsgefühl oder durchgeschwitzte Kleidung mit auffälligen Flecken
die Symptome treten meist schon im Kindes- und Jugendalter, teils auch schon vor der Pubertät auf
die Beschwerden bestehen mindestens einmal pro Woche, oft unabhängig von der Umgebungstemperatur

Das übermäßige Schwitzen kann am ganzen Körper auftreten (generalisierte Hyperhidrose) oder nur an einzelnen Körperstellen (lokalisierte oder fokale Hyperhidrose), etwa nur am Kopf, unter den Achseln, an den Füßen oder Händen. Fällt zudem auch ein übermäßiger oder extrem unangenehmer Schweißgeruch auf, handelt es sich um eine Sonderform der Hyperhidrose, die sogenannte Bromhidrose.

Die Ursachen einer solchen Überfunktion der Schweißdrüsen sind oft unklar. Man unterscheidet die primäre von der sekundären Hyperhidrose.

Eine primäre Hyperhidrose liegt vor,

wenn keine Krankheiten oder andere äußere Einflüsse die Störung verursachen. Möglicherweise spielt bei der primären Hyperhidrose eine erbliche Komponente eine Rolle. Auch die Psyche kann dazu beitragen, den Teufelskreis von Hyperhidrose in Gang zu halten: Stress und Angst verursachen Schwitzen, die Schweißausbrüche führen wiederum zu Stress. Auch andere Auslöser können neben Stress und Emotionen den plötzlichen Schweiß triggern, etwa körperliche Anstrengung, Hitze oder bestimmte Nahrungsmittel.

Eine Hyperhidrose kann auch die Begleiterscheinung anderer Erkrankungen sein,

dann spricht man von einer sekundären Hyperhidrose. Mögliche Ursachen der sekundären Hyperhidrose können etwa Diabetes, Herzinsuffizienz, Schilddrüsenüberfunktion, Hormonstörungen oder auch psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen sein.

Nicht immer hat starkes Schwitzen aber eine Hyperhidrose zur Ursache

So kann beispielsweise auch die Einnahme von Medikamenten (Antidepressiva oder Kortison) oder der Verzehr bestimmter Lebensmittel (scharfe Speisen oder Koffein) starkes Schwitzen zur Folge haben. Auch Stress, psychische Belastungen oder vermehrte oder vergrößerte Schweißdrüsen sind mögliche Auslöser.

Weil vermehrtes Schwitzen verschiedene Gründe haben kann,

ist eine ärztliche Abklärung immer ratsam, wenn die eigene Schweißproduktion übermäßig erscheint oder man sogar unter den Folgen des starken Schwitzens leidet. Bei neu auftretenden Schwitzattacken – besonders nachts – sollten in jedem Fall gravierende Ursachen ausgeschlossen werden.

Was kann man tun tun gegen vermehrtes Schwitzen?

Bei moderater Ausprägung können oft schon recht einfache Maßnahmen helfen: Kalt-warme Wechselduschen etwa, Kleidung aus Natur- anstelle von Kunstfasern, die Verwendung von Deodorants oder Antitranspirants, die die Schweißproduktion hemmen  oder auch Bäder mit gerbsäurehaltigen Mitteln, zum Beispiel Salbei. Auch das regelmäßige Trinken von Salbeitee, der Verzicht auf heiße oder scharfe Speisen, auf Kaffee, Alkohol und Nikotin bringen oft schon spürbare Erleichterung, ebenso wie das Erlernen von Methoden zur Entspannung und Reduktion von Stress und gegebenenfalls die Reduktion von Übergewicht. Und auch Tabletten mit Salbei sind erhältlich und können helfen.

Für ausgeprägtere Fälle gibt es weitere Möglichkeiten, eine Hyperhidrose zu behandeln

die allerdings kann nur der Arzt beurteilen und gegebenenfalls verschreiben: Erfolge werden etwa mit Schwachstromtherapien, mit Botulinumtoxin A, Ultraschall und Mikrowellen erzielt – ebenso durch medikamentöse Maßnahmen, durch psychotherapeutische Behandlung oder manchmal sogar durch operative Eingriffe. Letztere werden eher selten angewendet und sind nicht unumstritten – aber auch hierzu kann zunächst der Hausarzt oder ein entsprechender Facharzt Auskunft geben. Die Möglichkeiten einer Operation reichen dabei von der Entfernung der Schweißdrüsen in den Achseln bis hin zum Durchtrennen von „Schweißnerven“ im Brust- oder Bauchraum.

Die gute Nachricht ist:

In den allermeisten Fällen lässt sich zumindest gegen das Symptom des Schwitzens wirksam etwas unternehmen. Wer also zu vermehrter Schweißproduktion neigt und darunter leidet, ist auf jedem Fall beim Arzt oder in der Apotheke gut aufgehoben. Selbst wenn nicht gegen jede Ursache etwas getan werden kann, kann man oft recht einfach Maßnahmen zur Linderung des Symptoms finden – und eben darum geht es gerade bei einer Hyperhidrose ja auch in erster Linie.

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